Verschlüsselung für WhatsApp in Arbeit

Bereits seit längerer Zeit ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die beliebte Handyapp WhatsApp in Betrieb. Obwohl die Verschlüsselung bereits aktiv ist, bemängeln viele User ihre Unzuverlässigkeit. Nun soll dieser endgültig der Kampf angesagt und eine verifizierende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt werden. Dieser Plan liegt seit Ende 2014 vor und wird nun anscheinend in die Tat umgesetzt.

Bald verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp auf Android-Geräten?

Bald soll eine verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die beliebte Chatapp WhatsApp kommen. So sieht der Plan der Entwickler hinter der App aus. Der Plan ist jedoch schon ein Weilchen alt. Ende November 2014 kam bereits die Idee auf, WhatsApp mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszustatten. Die Verschlüsselung war jedoch nicht als Einzelprojekt vorgesehen. Gemeinsam mit Open Whisper Systems soll an ihr gearbeitet werden. Das Unternehmen ist für seinen Messenger Signal bekannt, welcher von Edward Snowden empfohlen wird. Die Verschlüsselung soll vor allem dafür sorgen, dass WhatsApp abhörsicher wird. Diese Nachricht stammt jedoch aus dem Mai vergangenen Jahres. Bisher wurde noch nichts Vergleichbares umgesetzt.

Der Hinweis auf die neue Whatsapp verschlüsselung Foto: DroidApp

Der Hinweis auf die neue Whatsapp verschlüsselung Foto: DroidApp

Das Vorhaben einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird im Übersetzerprogramm des Unternehmens hinter WhatsApp angedeutet. Dies berichtete die niederländische Website DroidApp. Das Programm beschäftigt Entwickler, welche dafür sorgen, dass die englischsprachige Version von WhatsApp auch in anderen Sprachen erhältlich ist. Nimmt man das Übersetzungsprogramm auseinander, tauchen bestimmte Textelemente auf. In diesen hieße es anscheinend, dass zumindest die Android-Version von WhatsApp in absehbarer Zeit mit einer „verifizierten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ ausgestattet werden soll. Die Verschlüsselung soll dafür sorgen, dass Chartpartner ihre Identität bestätigen müssen. Dies soll anscheinend auf zweierlei Arten, nämlich via QR- oder Zahlencode, geschehen. Die Verschlüsselung könne also dafür sorgen, dass fremde Personen keinen Zugriff auf private Chats bekommen. Informationen zwecks einer iOS-Umsetzung sind hingegen nicht bekannt.

Anscheinend nur für Android

Die Verschlüsselung soll jedoch nicht nur die Identität des Chatpartners klären, hieße es weiter. Ebenfalls sollen Text- und Sprachnachrichten mit dieser Verschlüsselung ausgestattet werden. Dies soll dann ebenfalls über einen QR- oder Zahlencode erfolgen. Diese Funktionen sind bereits von Signal bekannt, was eine Zusammenarbeit mit Oben Whisper Systems sehr wahrscheinlich macht. Nicht nur das Übersetzungsprogramm gibt Hinweise zur möglichen Verschlüsselung. Jene User, welche die WhatsApp-Version 2.12.396 auf ihrem Android-Gerät nutzen, können Hinweise in den Steuerungselementen der Verschlüsselungsfunktion der App finden. Obwohl die Verschlüsselung dort gelistet wird, kann sie bis dato nicht aktiv eingesetzt werden.

Bislang machen die Entwickler hinter WhatsApp noch ein großes Geheimnis daraus, wann die verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Android und möglicherweise auch iOS erscheinen soll. Da erste Hinweise nur eine Integration für Android beinhaltet, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass die Funktion für andere Plattformen auch verfügbar sein wird. Selbst wenn die Verschlüsselung ihren Weg auf Smartphone und Co findet, ist außerdem noch lange nicht gesagt, dass sie ihre Aufgabe zufriedenstellend erfüllt. Erst Tests oder gar eine längere Nutzung der User wird wohl herausstellen, ob die Verschlüsselung Identitäten und Chats so sicher macht, wie es versprochen wird.