Das Startup Unternehmen 65twenty aus England hat mit seinem Konzept des viralen Wachtums eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. Was steckt hinter dem Startup und wie konnte es so schnell einen so gewaltigen Zuspruch erreichen?

Was ist 65twenty?

Bei dem Startup 65twenty handelt es sich um ein im Jahre 2012 gegründetes Unternehmen. Der CEO von 65twenty, Alexander Solomou, studierte damals Business-Management an der Universität im britischen Leeds und wollte ein komplett neues Männermagazin in die Welt rufen. Zusammen mit Adian Kalantari gründete der damals 20-Jährige das Unternehmen mit einer kleinen finanziellen Unterstützung durch die Universität.
Das Männermagazin bekam den Namen The Lad Bible, was frei übersetzt soviel bedeutet wie ‚Die Bibel für den Kumpel‘, und startete mit einer Facebookseite linnkout16mit dem gleichnamigen Titel. Was anfangs mit Beiträgen anfing, welche im Stil der zehn Gebote für den Mann verfasst wurden, begann schnell, eine ganz eigene Dynamik anzunehmen. User klickten auf die Beiträge und teilten sie, sodass sie sich rasch unter den Facebook linnkout16 Freunden verbreiteten und immer neue Anhänger bekamen. Dabei handelte es sich überwiegend um lustige Inhalte, die junge Männer zum Lachen bringen sollten. Schon bald begannen Fans der Seite, eigene Beiträge an die Redaktion zu schicken und baten darum, diese unter dem Namen The Lad Bible zu veröffentlichen. Was als Magazin mit Eigeninitiative begann, entwickelte sich zum viralen Startup.

Ein typischer Facebook-Post von The Lad Bible. (Screenshot: Facebook)

Ein typischer Facebook-Post von The Lad Bible. (Screenshot: Facebook)

Was bedeutet viral?

Bei viralem Marketing handelt es sich um eine für jedes Unternehmen wünschenswerte Form der Werbung für sich selbst. Denn es bedeutet, das Unternehmen selbst muss kaum in Werbekampagnen investieren: der Kunde selbst übernimmt die Werbung. Durch sozialen Netzwerke wie Facebook linnkout16 konnte sich der Begriff viral erst richtig formen. Menschen sind überzeugt von einem Produkt und teilen dies ihren Freunden via Facebook, Twitter und Co. mit. Beiträge des Unternehmens werden geteilt, geliked und somit weiterverbreitet, ohne dass das Unternehmen selbst direkt dafür sorgen muss.
Unter optimalen Bedingungen ist es nicht einmal nötig, Anstöße dafür zu geben. Facebooknutzer verfassen aus eigenem Antrieb heraus Rezessionen, Produktbeschreibungen oder Tipps für ihre Freunde, um ihre Erfahrungen mit Produkten zu teilen.

Wie 65twenty wuchs

Im Falle des oben beschriebenen Männermagazins The Lad Bible ist dieser optimale Fall eingetreten. Das Startup muss den Content, welchen sie auf ihrer Seite anbieten, nicht mehr selbst generieren. Begeisterte Fans wollen gerne Teil der Bewegung und des Magazins werden und schicken eigens erstellte Bilder, Videos und Texte an das Unternehmen. Mit etwas Glück werden sie unter tausenden von Einsendungen ausgewählt und der Beitrag landet auf Facebook, veröffentlicht durch The Lad Bible.
Inzwischen betreibt 65twenty weitere Seiten auf Facebook wie beispielsweise The Sport Bible oder The Odds Bible. Insgesamt 26 Millionen Fans sprechen für sich.