Arial, Times New Roman und Calibri kennt jeder, der bereits einmal Microsoft Word oder Open Office an seinem Computer geöffnet hat. Diese Schriften sind kostenlos vorinstalliert. Darüber hinaus lassen sich im Internet abertausende freiverfügbare Schriftarten finden, die sich für den privaten Gebrauch ebenfalls kostenfrei herunterladen lassen. Geld ausgeben für eine Schriftart? Das kommt den wenigsten in den Sinn, die einfach nur Texte schreiben oder kleine Dinge für den Job, Freunde oder die Familie gestalten wollen. Bei Designern sieht das jedoch anders aus: Professionelle Schriftarten und deren Nutzung kosten Geld. Jetzt hat es ein niederländischer Typograf jedoch auf die Spitze getrieben:

Bram de Does von The Enschedé Font Foundry (TEFF) hat eine Serifen-Schrift entworfen, die für schlappe 4.996 Dollar gekauft werden kann. Du fragst dich jetzt, wer sowas kauft? Sicher keine Privatpersonen, aber darauf ist diese Font auch gar nicht ausgelegt.

Teuerste Schrift der Welt

Foto: TEFF

Die Schriftart Lexicon, die de Does designt hat, ist nämlich auf Unternehmen und ihr Marketing zugeschnitten. Schriftarten spielen in der Werbung nämlich eine größere Rolle als es auf den ersten Blick wirkt. Das kann durch einen einfachen Test geprüft werden: Wenn Du ein Wort siehst, dass nichts mit einer Firma zu tun hat aber trotzdem in der signifikanten Schrift geschrieben wurde, erkennst du trotzdem, um welches Unternehmen es sich handelt. Unterbewusst merkst Du dir, welche Font verwendet wurde. Auch für Texte ist die Schriftart besonders bedeutsam.

Einige Fonts lassen besser lesen als andere oder erzeugen einen bestimmten Effekt, der von der Marketingabteilung des Unternehmens beabsichtigt ist. Für große Unternehmen, die Jahr für Jahr Millionen oder sogar Milliarden Dollar Umsatz machen, sind 5.000 Dollar also quasi geschenkt. Wenn diese Schriftart dann auch noch perfekt ins Konzept passt und das Image der Firma repräsentiert, werden viele Unternehmen mit Freude diesen Preis bezahlen.

Viele kostenpflichtige Schriftarten sind heutzutage gar nicht mehr so teuer, damit sie viel genutzt wird und deswegen auch häufiger nachgefragt wird. Der Typograf Bram de Does verfolgt mit seiner Font Lexicon einen anderen Ansatz. Durch den hohen Preis soll die Schriftart exklusiver wirken und nur diejenigen Kunden ansprechen, die entsprechend viel Geld verdienen. So bekommt die Schriftart einen ganz besonderen Touch und wirkt somit attraktiver.

 

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